Freitag, 26. November 2010

Mir scheint...

... ich bin grad zum richtigen Zeitpunkt abgereist. Während ich in den USA war, war der Dollar zwischen 0,705 und 0,74 €ct. Jetzt macht er grad einen Aufstieg auf 0,75 und ich denke, er wird noch weiter anziehen. Damit dürfte ich zur Zeit des niedrigsten Dollarkurses seit Monaten in den USA gewesen sein, was sich bei Ausgaben von 3800 Dollar vor Ort durchaus rechnet. Ja, das war kein ganz günstiger Urlaub, aber das war es mehr als wert.

Im Übrigen bin ich mit exakt 0,22 $ in der Tasche wieder gekommen, ich habs also perfekt geschafft, mein abgehobenes Geld auszugeben. Somit liefen etwas mehr als 1000 $ in bar durch meine Hände, auf die Kreditkarten habe ich über 2700 $ verteilt. Wenn ich nichts vergessen haben sollte, bei meiner "Buchhaltung", dann gibts wenigstens keine böse Überraschung, wenn die Abrechnung kommt.

Außerdem geht jetzt, nach Thanksgiving, die Weihnachtshysterie so wirklich los, und als bekennender Nicht-Weihnachtsfan muss ich das nicht unbedingt haben. Manche Städte hatten schon Mitte November die Deko angebracht, was für mich viel zu früh ist. Dazu noch Weihnachtsmusik im Radio - DANKE, da nehm ich doch lieber Österreich, wo ich vielleicht noch ein paar Tage Zeit hab ;)

Dienstag, 23. November 2010

Das Ende ist nahe!

Nein, ich spreche nicht von der Apokalypse, aber wenn ich mir Amerika so ansehe, dann sind wir auf einem guten Weg dorthin ;) Der Weg zum Weltuntergang ist gepflastert mit Styproporbechern, Plastiktüten/-sackerln und Hybridautos...

Nein, worum es eigentlich geht, ist das Ende meiner Reise. in 48 Stunden bin ich schon irgendwo über dem Atlantik und fliege wieder good old Europe entgegen. Normalerweise bin ich gegen Einde einer Reise ziemlich ausgepumpt und freu mich schon aufs Heimkommen, aber in diesem speziellen Fall hätte ich noch genügend Energie für weitere Wochen. Nun ja, alles hat ein Ende, und ich schätze mich sehr glücklich, dass ich diese Reise so machen konnte, wie ich sie machen wollte.

Nun gehts ab ins Bett - morgen ist der große Tag!

Sonntag, 21. November 2010

Alles hat ein Ende...

... auch mein Glück. Bislang hatte ich davon unwahrscheinlich viel. Ich wurde nicht krank, obwohl ich recht anfällig bin für Erkältungen und mehr als einmal durchweicht wurde. Angepatzt habe ich mich auch nicht wirklich, und wenn, dann mit Sachen, die keine Flecken machen. Dann und wann haben mich Unebenheiten im Gehsteigbelag etwas aus dem Tritt gebracht, aber passiert ist nie was. Ja, ich bin in einem Museumskino mit meiner Angst, die Treppe runterzupurzeln, in Kontakt gekommen, aber ich bin sehr weich gelanden. Ok, mit der Schwerkraft war ich im Widerstreit, aber das bin ich ja immer. Meine Kamera, die dank dem Zusammenspiel von Erdanziehung und Ungeschicklichkeit unsanfte Begegung mit Straßenbelag gemacht hat, macht zumindest noch Bilder, auch wenn sie wohl zu ersetzen sein wird.

Heute hat mich das Glück etwas verlassen. Nach dem Besuch des Voodoo-Museums bin ich wieder auf die Straße getreten und durch die (nicht gekennzeichnete oder angekündigte) Stufe blöd gestolpert. Nun habe ich einen verletzten Zeh. Keine Ahnung, was er hat - gezerrt, geprellt, verstaucht. Gebrochen dürfte er nicht sein, aber er tut ziemlich weh. Also ist es Zeit für die ersten Medikamente auf dieser Reise. Bislang habe ich genau gar nichts gebraucht, obwohl ich daheim öfter mal was gegen Kopfschmerzen oder so nehmen muss. Hier wars bislang nicht nötig, aber ich befürchte, ohne Schmerzmittel werde ich eher nicht schlafen... Immerhin werde ich die nächsten zwei Tage kaum gehen müssen, da das meine Rückreise nach DC ist. Es hätte also in mehrerlei Hinsicht schlimmer kommen können.

Seit ich gestolpert bin, passiert am laufenden Band was: ich verschütte was, es fällt was runter, ich stoße mich an, meine Schlüsselkarte für's Hotel hat vergessen, zu welchem Zimmer sie gehört. Ich nehme an, dass es sich um selffulfilling prophecies handelt, bin aber auch gerne bereit, den Vollmond, der sich hier über die Palmen hebt, zur Rechenschaft zu ziehen. Wäre ich abergläubig, würde ich vermuten, dass mein nicht vorhandener Glaube in Voodoo sich auf die Art rächt :p

Ich werde jetzt mal versuchen, eine Nacht drüber zu schlafen, und hoffe, dass dann alles erledigt ist ;)

Freitag, 19. November 2010

VERY good news

Ich bin mir nicht sicher, ob ich darüber berichtet hatte, dass ich um eine Tour ins Weiße Haus angefragt hatte. Ist ein ziemlicher Aufwand und gesamt relativ kompliziert, aber wenn ich schon mal die Chance habe... Auf alle Fälle hat es nun geklappt - ich darf am 23.11. den Wohnsitz von 43 amerikanischen Präsidenten durchschreiten. OMG, ich bin ziemlich aus dem Häuschen deswegen. Das Weiße Haus. Dieses eine welches. Mir fehlen grad so ein bisserl die Worte.

Das heißt aber auch, dass ich einen Zahn zulegen muss. Von DC bin ich im Moment ein hübsches Eckerl weg, und ich muss fast zwei Tage früher da oben sein als ich vorhatte. Heißt, ich werd von meinem Programm was streichen müssen. Im Moment bin ich in Tupelo, dem Geburtsort von Elvis, morgen geht's weiter nach New Orleans, wo ich schon zwei Nächte gebucht habe. N'Orleans möchte ich auch nicht streichen. Heißt, danach muss ich gucken, dass ich in zwei Tagen wieder in DC bin. Wird eine kleine Tour de Force werden, aber das ist es mir wert.

DAS WEISSE HAUS. *ausatme* *einatme* WOW!

Donnerstag, 18. November 2010

Where I am now

Puh, die Zeit verfliegt. In einer Woche bin ich schon wieder am Weg nachhause :( Einerseits habe ich den Eindruck, schon halbe Ewigkeiten hier zu sein, vor allem wenn ich mir ansehe, was ich schon alles erlebt und gemacht habe. Andererseits vergeht die Zeit viel zu schnell und ich hab doch noch so viel vor...

Ja, mein Programm ist mal wieder dramatisch überambitioniert. Hat irgendwer mit was anderem gerechnet? ;) Es sollten sich aber die wichtigsten Punkte ausgehen, die "Füllsel" hatte ich ja eingeplant und war von Anfang an bereit, hier auch zu streichen, falls es nötig sein sollte.

Im Moment habe ich auf den Mietwagen ca. 1900 Meilen (3000+ km) draufgefahren - noch mal so viel werden es sein, bis ich wieder in Philadelphia bin. Das heißt, die kommende Woche wird sehr fahrintensiv werden, was gut ist, weil gegen Ende der Reise die Aufnahmefähigkeit etwas eingeschränkt ist.

Morgen steht mal Memphis mitsamt Elvis am Programm. Damit habe ich auch den westlichsten Punkt meines ganzen Lebens erreicht. Weiter westlich werde ich auf meiner Reise auch nicht mehr kommen. Mit New Orleans wird es dann der südlichste sein - einige Premieren also ;) Dort ist dann hoffentlich auch das Wetter wieder besser. Zur Zeit ist es zwar trocken, aber immer noch bewölkt und nicht ganz freundlich.

Soweit der momentane Stand. Jetzt werde ich mal wieder Ohropax in meine Gehörgänge friemeln, damit ich morgen nicht auf Graceland vornüberkippe ;)