Freitag, 11. Februar 2011

Reisebericht [light]² - Licht und Reflexion

Mein Faible für tolle Lichtstimmungen und spiegelnde Oberflächen ist wiederkehrenden Lesern mit Sicherheit bekannt. Ein paar Bilder dazu haben sich natürlich im Urlaub auch angesammelt, und die möchte ich nun chronologisch herzeigen.

Fangen wir mit einer Art bekannter Größe an: Die Infinity-Skulpur hatte die Freundlichkeit sich auch in der Glasfassade des Museums zu spiegeln, wo ich sie natürlich entdeckt und abgelichtet habe. Da Washington DC keine dieser reflektierenden Downtowns hat, hat sich dort sonst auch nicht so wirklich viel Reflexionsfläche gefunden. Oder die Bilder sind trüb, und das gehört nicht in ein "Guck mal, wie schön das Licht ist!"-Posting ;)

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Wirklich viel Glück mit dem Licht und der Szene und überhaupt hatte ich im Historic Triangle im Südosten Virginias.

Der "Hafen" und die Brücke von Yorktown boten eine tolle Fotokulisse.

So eine gewisse Vorliebe für "Industrieromantik" hab ich ja - im richtigen Licht können auch funktionelle Dinge einfach schön sein.

Sag ich doch! *gg*

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Diese Fassade in Downtown Atlanta war so "nett", und hat nicht nur einige Gebäude sondern auch die Lichtspiele am Himmel gespiegelt. Es war bewölkt, die Sonne hat sich im Sinken doch noch stellenweise durchgekämpft und über allem lag eine Art Feenstaub.

Die Kuppel des Kapitols hat mit der goldenen Beschichtung natürlich beste Voraussetzungen für augen(ge)fällige Lichtspiele.

Und nein, ich habe mich nicht in den arabischen Raum gebeamt - hier zu sehen ist ein Detail des Kirchturms einer (katholischen? Auf alle Fälle christlichen) Kirche.

Das Westin-Hotel in seinem zylinderischen Glasturm fällt generell auf - mehr noch, wenn sich das Licht so darin bricht. Wenn mir mal danach sein sollte, wirklich Geld für ein Hotelzimmer auszugeben, werde ich auch testen, wie es sich in Kreissegmentzimmern nächtigt. Das stelle ich mich schon auch interessant vor vom Gefühl her mit geschwungener Front und Wänden, die nicht im rechten Winkel stehen.

Und noch ein "Klassiker" aus dem Stadtbild von Atlanta (der in fast jeder größeren Stadt aufgenommen worden hätte sein können) bevor ich mich ins Hard Rock Cafe begeben hatte, um meinen Hunger zu stillen. Eineinhalb Stunden später hat es übrigens dann aus allen Kübeln geschüttet...

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Wasser soviel die Wolken hergaben - das hat auch meinen Besuch in Chattanooga am nächsten Tag geprägt. So sehr durchweicht war ich vorher noch nie gewesen... Bezeichnenderweise spiegelt sich auf diesem Bild auch ein Teil des Tennessee-Aquariums in einem anderen zum Aquarium gehörigen Gebäude. Und nein, drin war ich nicht, auf den Straßen war es mehr als nass genug ;)

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Nashville ist jetzt nicht unbedingt die charmanteste Stadt. Zwar steht noch einiges an relativ alter Substanz, so wie dieser Teil des Parlaments, der sich samt Flagge in einem gegenüberliegenden Hochhaus spiegelt, aber die Hauptstadt der Countrymusik konnte mich dennoch nicht wirklich fesseln. Es war nett dort, aber nichts besonderes.

Die einsetzende Dämmerung hat mich dann aber doch halbwegs versöhnt, vor allem weil ds Hochhaus mit seiner Spiegelung eine irgendwie unwirkliche Qualität angenommen hat.

Auch der zweite Bau daneben hat ein bisschen mitgespielt, aber wesentlich spannender waren doch die Farben, die sich auf dem Pinnacle-Wolkenkratzer gezeigt haben.

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Das nächste Mal richtig Glück mit "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" hatte ich in New Orleans, wo der Vollmond sich über den Mississippi erhoben hat.

Ja, ich weiß, Angeberei ;) Voll ausgezoomt (also optisch sowie digital), aber nicht nachbearbeitet. Ich liebe es, wenn sowas geht.

Diese Farben! Auch wenns nicht ganz einfach war, sie auch halbwegs realitätsnah abzubilden. Das ist immer eine ziemliche Trickserei, aber grad deswegen knips ich ja auch oft und öfter - irgendwann wirds hoffentlich was ;)

Den am Ufer stehenden Kran habe ich mir gleich als Requisit zunutze gemacht.

Nochmal draufgezoomt, was das Zeug hält. Irgendwann mal muss ich mich damit beschäftigen, wie ich diese Unschärfen geplant hinbekomme - das war einfach nur Glück, aber ich finde es toll.

Mit diesem Anblick habe ich mich dann von der Szenerie losgerissen und gehofft, dass zumindest einige der Bilder was geworden sind. Gerne hätte ich noch "Palme mit Mond" gehabt oder so, aber das ist mir einfach nicht untergekommen. Aber auch so fand ich diesen Vollmond besonders schön.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Reisebericht light - Infinity, meine allerliebste Lieblingsskupltur

Auf der Mall in Washington DC, vor dem National Museum of American History, steht ein Kunstwerk, das mich bereits bei meinem ersten Besuch im November 2009 tief beeindruckt hat. Als alleroberster Punkt in meiner Reiseplanung für November 2010 war also das Wiedersehen mit dieser Skulptur vorgesehen. In diesem sehr bilderlastigen Posting zeige ich nun dieses faszinierende Ding aus verschiedenen Blickwinkeln und hoffe, dass vielleicht jemand ähnlich Gefallen dran findet wie ich. Das Bild zeigt übrigens die Inschrift auf der Skuptur gemeinsam mit einer Reflexion der Fassade - perfekte Positionierung!

Von Südosten über die Mall gehend habe ich so meinen ersten Blick auf meine Primärattraktion erhascht.

Rasch abgewartet, bis ein Schwung Besucher dran vorbeigetaumelt ist - ohne den Blick zu erheben und zu sehen, wie sich eine Art Möbiusband hier immer wieder um die eigene Achse dreht.

Gut für mich, denn so hatte ich freien Blick und beste Voraussetzungen für viele Bilder. Bekannter und imposanter mag der "Zahstocher" (das Washington Memorial) ja sein...

... aber in Sachen Faszination kann der steinerne Riese nicht mit dem geschwungenen Stahl konkurrieren.

Zumindest nicht, wenn es nach mir geht.

Durch die permanente Drehung...

... offenbaren sich mit jedem Augenblick...

... neue, oft unerwartete...

... in einander verschlungen erscheinende...

... Formen, die...

... auch schon mal an eine Brezel erinnern.

Vor dem tiefblauen Himmel macht sich das Motiv natürlich wesentlich besser...

... als bei meinem ersten Besuch im trüben Nieselwetter.

Schon ein Schritt oder zwei zur Seite...

... oder eine Annäherung an den Boden...

... zeigen neue, aufregende Facetten der Skulptur.

Von vielen wird sie wenig bis gar nicht beachtet, was ich schade finde, denn in nur wenigen Sekunden kann man hier viele verschiedene Eindrücke sammeln. Ob man die nur optisch mitnimmt oder sich auch philosophisch inspirieren lässt, ist jedem selber überlassen.

Aber sogar die Sicherheitsbeamten haben mich eher milde belächelt, als ich da rumgetanzt bin - und Anfang November meine Jacke ausziehen musste, weil es so warm war, dass ich beim Knipsen ins Schwitzen kam.

Beim Abgang ins Kellergeschoss, in dem sich der Museumsshop befindet, gelang mir dieses Bild durch die Glasfassade. Eine Amerikanerin hatte mich angerempelt und sich vielmals entschuldigt. Als ihr klar wurde, was ich da abbilde, meinte sie, dass sie das nie gesehen hätte, wenn ich sie nicht quasi durch meine Anwesenheit draufhingewiesen hätte, und dass sie das sehr schade gefunden hätte, weil es ein toller Anblick sei. Freut mich, wenn's wenigstens einer Person aufgefallen ist.

Leider hatte der Giftshop immer noch nichts zu diesem Kunstwerk. Ich hätte davon wirklich gerne eine Miniatur. Auf den Bildern kann man sehen, dass sich durch eine kleine Änderung des Winkels gleich auch einiges am Ergebnis ändert - die Gesamtheit der Möglichkeiten kann man meiner Meinung nach weder knipsen noch filmisch festhalten. Und selber nachbauen kann man sie leider auch nicht. Wer weiß, vielleicht hab ich ja eines Tages doch noch Glück und finde was dazu, auch wenn ich bislang erfolglos war. Eine Miniatur davon auf meinem Schreibtisch würd mich zu einem sehr glücklichen Menschen machen.

Dienstag, 4. Januar 2011

Persönliche Amerikanisierung

Ich glaub, ich bin zu oft in Amerika bzw. beschäftige mich zu viel damit. Zwei Beispiele aus diesem Jahr (man beachte, wie jung es noch ist):
- Bei "Alexandria" dachte ich erst mal an Virginia, nicht Ägypten (es ging aber um das "alte" Alexandria...)
- Bei dieser Meldung "1521 Martin Luther excommunicated by Roman Catholic Church" aus meinem History-Feed in der Seitenleiste hatte ich an Martin Luther King gedacht, und mich dann gefragt, wie die Leute es schaffen, gleich zwei Fehler einzubauen: der lebte doch 1521 noch gar nicht, und römisch-katholisch war er auch nicht...
Nun ja, anektodische Beweise ;) Aber schon peinlich, vor allem, weil ich mich eigentlich für Geschichte interessiere...

Montag, 20. Dezember 2010

*freu* *hüpf* *kicher*



Gerade habe ich gebucht. 12 Tage USA Ende März. ICH FREU MICH SO! In mir hüpft quasi ein Gummiball mit Smiley-Gesicht rum. Dieses Mal reise ich in Begleitung bzw. mache Reise(beg)leitung für meine beste Freundin Annette. Auf dem Programm steht im Moment NYC und ein Wochenende in DC, wo wir einen gemeinsamen Freund heim... ähm, BEsuchen werden ;) Es ist aber nicht so, dass mir nicht noch ein paar Dinge einfallen würden, die man so "im Vorbeigehen" mitnehmen könnte. Aber nachdem ich nicht alleine bin, werde ich mich hüten, mal wieder die vollkommene Plan-Überfrachtung anzusteuern :p

Es ist schier unfassbar, was für eine heilende Wirkung so eine Reisebuchung haben kann. Mir geht's grad schon viel besser. Das Reisefieber hat mich ja bereits wieder ziemlich geplagt - obwohl ich erst einige Wochen wieder daheim bin. Und wenn alles so toll zusammenpasst und sich eines ins nächste fügt - da wär ich doch doof, wenn ich nicht würde.

Und um meine Freude noch größer zu machen, habe ich ein Schnäppchen erwischt: um nicht mal 420 Euro pro Person fliegen wir Frankfurt - JFK mit Singapore Airlines. Ich bin schon gespannt, wie das wird. Jetzt sollte ich allerdings mal in die Gänge kommen - mein Job, mti dem ich mir solche reisen finanziere, wartet darauf, dass ich zum Dienst erscheine ;)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Service animals

In vielen Museen in den USA gibt es eine strikte "No animals except service animals"-policy. Das ist auch gut so, denn was sollen Hund, Katze, Maus in einem Museum? Ich habe ja schon Mitleid mit den armen Hunden, die in Einkaufszentren mitgeschleift werden.

Die Definition von "service animals" hat mir allerdings etwas Kopfzerbrechen bereitet. Da fiel mir auf Anhieb so alltagstauglich nur der klassische Blindenhund ein. Kanarienvögel im Bergbau oder landwirtschaftliche Nutztiere leisten mit Sicherheit auch gute Dienste, aber doch keine Services, die man als Mensch mit gewissen Einschränkungen im Alltag benötigen würde. Somit habe ich die Sache mit den service animals immer als übereifrige politische Korrektheit verstanden, damit sich niemand benachteiligt fühlt, falls er tatsächlich mit einem anderen Tier als einem Blindenhund seinen Alltag meistert.

Heute bin ich dann auf diesen Artikel im Spiegel gestoßen: eine Studetin in den USA hat ein Blindenpferd. Ich habe zwar mal vor langer Zeit von sowas gehört, es aber für eher unwahrscheinlich gehalten. Wie ich geschaut hätte, wenn ich in einem Museum einem wirklichen, richtigen, lebendigen (nicht gemalten, skultpurierten oder ausgestopften) Pferd begegnet wäre, kann ich mir schwer vorstellen. Interessant, was Tiere alles können...


Wen's interessiert: Infos zu service animals hinsichtlich des Americans with Disabilities Act (ADA) und weitere Infos auf Wikipedia.