Mittwoch, 29. Februar 2012

Beauty-Zeugs

Wie viel Schminke kann eine Frau eigentlich brauchen? Wie viel Kosmetika generell? Irgendwie finde ich das richtige Maß nicht, es sammelt sich tonnenweise von dem Zeugs an.

Am Wochenende habe ich meine dekorative Kosmetik ausgemistet, damit ich meine Neuerwerbungen überhaupt unterbringen kann. Obwohl ich ziemlich rigoros war, ist meine kleine Sperrholzkommode von IKEA immer noch rappelrandvoll. Zu meiner Ehrrettung muss ich sagen, dass ich das Zeug schon auch benutze, ich habe nichts, das unbenutzt rumliegt (bis auf Wimpertusche auf Vorrat, aber das zählt nicht).

Heute habe ich das Aufräumspielchen mit meinen Nagellacken gemacht, weil die Box, in der sie "wohnen" überquillt. Was um alles in der Welt mache ich mit 70 Fläschchen Nagellack, selbst wenn ich fast täglich neu lackiere? Ich habe ein paar Kandidaten, die nicht mehr toll sind, entsorgt, aber der Rest wird nach wie vor verwendet.

Das Spiel setzt sich im Badezimmer fort: von allen Produkten, die ich benutze, habe ich welche auf Vorrat liegen. Selbst wenn alle Drogeriemärkte mal ein Jahr geschlossen bleiben würden, müsste ich nicht stinkend oder mit ungewaschenen Haaren durch die Gegend laufen.

Fragt sich nur noch, warum ich mich nicht einfach mit mir selber auf ein paar Produkte einigen kann und sie nachkaufe, wenn sie zur Neige gehen. Weshalb brauche ich von allem x-fache Auswahl? Warum muss immer noch was auf Vorrat da sein? Welchen Knacks hab ich irgendwann mal bekommen, der sich nun so äußert?

Andererseits: Solange ich gut aussiehe und toll rieche - was solls? :p

Dienstag, 28. Februar 2012

Ein gutes Gefühl

Heute wurde ich zwei Mal von zwei verschiedenen Personen für zwei unterschiedliche Dinge "genial" genannt. Hätte mich normal schon gefreut, hat mich noch mehr gefreut, weil es sich um meinen Vorgänger und meinen Chef gehandelt hat.

Außerdem habe ich mir zwischenmenschlichen Rat geholt, um eine Situation zu bereinigen, die mir ein bisschen im Magen liegt, habe von meiner "Beraterin" aber auch sehr positives Feedback bekommen. Freut mich aus der Ecke auch besonders.

Es schaut also tatsächlich so aus, als ob es langsam anfangen würde, runder zu laufen. Ist auch gut so, denn ab Donnerstag bin ich quasi auf mich alleine gestellt, weil mein Vorgänger morgen seinen letzten Tag hat. Allerdings bin ich nun zuversichtlich, dass ich es schaffen werde, komme was wolle.

Montag, 27. Februar 2012

Das liebe Geld

Seit ich mich beworben habe, habe ich es befürchtet. Heute kam der erste Gehaltszettel mit dem neuen Gehalt, und es hat sich bewahrheitet: Ich verdiene jetzt weniger als früher. Im Gegensatz zu anderen Leuten, die üblicherweise mehr verdienen, je länger sie in einer Firma sind, kommt bei mir immer weniger raus.

Die erste Gehaltseinbuße habe ich hingenommen, als ich vom Nacht- in den Tagdienst gewechselt habe. Der Wegfall der Zuschläge für Spät- und Nachtarbeitszeiten hat sich bemerkbar gemacht. Es war nicht tragisch, aber etwas weniger Geld landete doch auf dem Konto.

Meine Firma passt jedes Jahr relativ großzügig an die Inflation an und bezahlt Überstunden aus, so habe ich doch ganz gut verdient in den letzten paar Jahren.

Bei der Bewerbung war mir klar, dass sich im neuen Job einiges ändert: keine Überstunden mehr, zumindest keine bezahlten, keine Zuschläge mehr. Ich hatte zwar angenommen, dass mein Bruttogehalt steigen wird, aber ich hatte auch vermutet, dass Netto dennoch weniger rausschaut.

Ich hab kein großes Problem damit, es ist immer noch gutes Geld. Außerdem genieße ich die Möglichkeiten, die ich nun habe ebenso, wie ich die regelmäßigen Arbeitszeiten schätze. Das sind Dinge, die mit Geld nicht wirklich aufzuwiegen sind.

Ein ganz kleines Bisschen befremdet es mich aber doch, dass ich mehr arbeite, mehr Verantwortung trage, mehr Kompetenzen habe und dennoch viele meiner Kollegen "unter mir" mehr Geld mit nachhause nehmen. Mal sehen, wann die nächste Gehaltserhöhung ansteht - eine Stufe ist ja noch vor mir, wenn ich mich an der jetzigen Stelle bewähre.

Sonntag, 26. Februar 2012

Technik-Freak

Grad ertapp ich mich, wie ich hiersitze mit zwei Android-Smartphones, einem Tablet, einem Netbook, einem Laptotp und zwei Kameras, während eine Stereo-Anlage im Hintergrund einen gar archaischen Datenträger abspielt - ich habe neue CDs. Ich glaube, man kann mit Recht sagen, dass ich mich auf Technik stehe. Dabei habe ich noch nicht mal einen Fernseher und all die Peripherie, die damit einhergeht...

Und so sehr ich mich auf neue Technik steh - manchmal kann ich mich von alter nicht trennen. Zum Beispiel von Win XP. Ich arbeite immer noch lieber damit als mit Vista. Oder eben CDs, die mir immer noch lieber sind als MP3s auf SD-Karten oder USB-Sticks - obwohl meine Anlage sowas auch spielen würde.

Ich bin halt auch ein Spielkind - ich liebe neue Gadgets mit vielen Knöpfen und Funktionen. Selbst wenn ich mir dann die Zähne dran ausbeißen sollte, so wie es mir im Moment mit dem Android Market für mein neues Tablet geht. Dieses wurde nur mit "Appslib" geliefert, und egal, was ich anstelle, ich kriege den Market drauf nicht zu laufen. Er installiert zwar, kann aber maximal bis zum Download einer App verwendet werden. Sobald diese Aufgabe initiiert wird, isses vorbei, dann stürzt er ab.

Also spielt das Spielkind weiter und hofft, dass bald Android 4.0 daherkommt - in ICS muss laut meinem momentanen Informationsstand der Market inkludiert sein. Vielleicht fällt auch in der Zwischenzeit jemandem im Netz was ein, aber all meine Googelei verlief bislang im Nichts...

Samstag, 25. Februar 2012

Braintree

Gestern bin ich bei einer Besprechung mit einem Programm namens "Braintribe" konfrontiert worden, dessen Buchstaben so zusammengequetscht waren, dass ich es erst mal als "Braintree" las. Und dieser Name hat gleich Urlaubserinnerungen ausgelöst.

Braintree ist eine kleine Stadt in Massachussets, etwas südlich von Boston. Ich habe sie damals als Übernachtungsmöglichkeit auf meinem Trip im November 2009 ausgewählt, weil sie einerseits günstig zu meinen Zielen Boston, Salem, Concord, Lexington und Plymouth lag, und weil ich den Namen andererseits damals schon so goldig fand.

Vor meinem inneren Auge enstand ein Bild von einem Baum, auf dem Gehirne wachsen, ähnlich einem Apfelbaum. Ideal wäre, dass man, wann immer man an jemanden kommt, der zu doof für alles ist, ein reifes Gehirn pflücken und somit die Intelligenz des Gegenübers um mehrere 100% steigern könnte. Wenn man die Welt wirklich zu einem besseren Ort machen wollen würde, dann bräuchte man auch noch einen "Personality Tree", auf dem positive Charaktererweiterungen machen. Frei nach dem Motto: "Sie, mein Herr, sind eine Anusöffnung. Erlauben Sie mir, ihre Persönlichkeit gefälliger zu machen".

Hach ja, wenn die Welt so einfach wäre :) Aber Fantasieren ist doch erlaubt, oder?

Freitag, 24. Februar 2012

Endlosschleifen

Im Moment könnt ich gewisse Dinge immer und immer wieder hören. Unter anderem dieses hier:


Keine Ahnung, woran es liegt, aber ich hab wenig Bedürfnis nach Variation. Und dabei ist das noch nicht mal so wirklich mein Musikgeschmack. Nun ja, soll nix schlimmeres passieren :)

Donnerstag, 23. Februar 2012

Manchmal...

... glaube ich, dass mein neuer Job mehr Persönlichkeitsbildung ist als alles andere. Ich lern auf alle Fälle täglich was Neues, in sozialer Hinsicht. Ständig muss ich mich beherrschein, muss meine Aktionen abwägen und erkunde mich dabei auch selber.

Irgendwie habe ich eine Gabe, in der Mitte von Dingen zu enden. Bei Besprechungen habe oft ich quasi das Sagen und steuere das Ganze irgendwie. Klar kann's auch sein, dass ich der Mittelpunkt bin, weil alle sich auf mich eingeschossen haben. Auch wenn ich mit dem festen Vorsatz zu einem Meeting gehe, die Klappe zu halten und nur zu beobachten - der Mechanismus funktioniert trotzdem. Ich werde mal versuchen dahinterzukommen, warum das so ist und wie ich es abstellen kann. So wirklich happy bin ich damit nämlich nicht...

Mittwoch, 22. Februar 2012

Ups and Downs

Heute habe ich endlich den Büroschlüssel bekommen, auf den ich seit Anfang Jänner warte. Jetzt bin ich nicht mehr drauf angewiesen, dass jemand vor mir kommt oder nach mir geht und kann ganz allein in mein Büro :)

Vorgestern kam dann auch endlich die SIM-Karte für meinen Firmen-Handy-Vertrag. Auf die warte ich ebenfalls seit Anfang Jänner, wobei ich gar nicht soooo scharf auf das Mobiltelefon auf Geschäftskosten bin, denn damit geht ja auch wieder eine Pflicht einher. Im Gegensatz zu meinem Kollegen habe ich mir kein neues Telefon kommen lassen, da keine richtig tollen auf der Liste standen, sondern verwende mein "altes" Motorola Milestone weiter. Da hat sich die Anschaffung des HTC Sensation ja richtig gelohnt, damit hat es auch mehr Existenzberechtigung.

Allerdings ist auch diese Woche nicht uneingeschränkt positiv. Heute hatte ich eine Besprechung für die nahende Dienstreise und habe meinem Chef die vorläufige Präsentation vorgelegt. Diese habe ich auf eigene Faust aus vorhandenen Unterlagen, verfeinert mit neuen Zahlen und gesammeltem Input auf die Beine gestellt. Mein Kollege, der eigentlich gar nicht mitfahren hätte sollen, als Zuckerl aber doch mitkommen darf, hat nichts dazu beigetragen. Im Verlauf der Diskussion ist er mir dann auch noch mehrfach (unberechtigt!) in den Rücken gefallen. Zum Schluss hat unser Chef dann doch großes Lob an uns beide ausgesprochen - und mein Kollege hat es angenommen. An der Stelle hätte ich gesagt "Danke, aber das hat XY ganz alleine gemacht". Nix gemacht zu haben, sich in meinen Bereich einzumischen, unnötige Diskussionen vom Zaun zu brechen und dann nicht mal ausreichend Eier in der Hose zu haben, um das Spotlight auf den zu lenken, der das alles gezaubert hat - das nenn ich Chuzpe.

Ansonsten habe ich heute versucht, meiner immer noch dümpelnden Laune mit dem Motto "Rise and Shine" beizukommen und habe einfach vor mich hingelächelt, obwohl mir dazu nicht zu Mute war. Das hatte zur Folge, dass ich tatsächlich etwas sonniger aufgelegt war, wenngleich zu meiner besten Laune immer noch einiges fehlt. Immerhin ist ein Aufwärtstrend festzustellen, das vermerke ich als positiv.

Montag, 20. Februar 2012

Entspannung in Sicht?

Eigentlich sollte ich mich entspannen. Das Wetter wird immer besser, die Tage länger - es ist hell, wenn ich rausgehe, und immer noch hell, wenn ich wieder heimfahre. Ich arbeite mich in meinem neuen Job immer besser ein, was auch gut so ist, weil mein Vorgänger in einer Woche seinen letzten Tag hat. Andererseits komm ich immer mehr drauf, wie wenig ich weiß. Irgendwie tu ich langsam Panik auf, dass ich keine Ahnung hab, was ich mache, wenn er weg ist...

Also entspanne ich mich nicht. Auch nicht, weil irgendwie nichts am Horizont ist, bei dem ich mir denke, dass es mich rausreißt. Dienstreise nach München - eher stressig als lustig, denke ich. Irgendwie ist auch nichts wirklich vorbereitet dafür, außerdem bin ich mir nicht sicher, wie viel davon tatsächlich an mir hängen bleibt.

Superlanges Wochenende in Deutschland über Ostern - ja, darauf freu ich mich, das ist toll. Aber es ist noch so weit weg. Mir fehlt was kurzfristigeres, über das ich mich freuen kann. Ok, da ist noch das Wochenende in Bratislava mit Freundinnen, aber nachdem ich Party auch eher anstrengend als entspannend find, ist das zwar was, auf das ich mich freue, das aber keine instantane Relaxion hervorruft.

Also wurschtl ich irgendwie vor mich hin, es geht ja meist eh alles gut aus. Aber die Situation macht mir auch bewusst, wie "groß" etwas sein muss, damit ich es auch wirklich wahrnehme. Wobei ich ja immer noch glaube, dass ich mich über Kleinigkeiten hier oder da richtig freuen kann. So wie die Kekse, mit denen mich K. kürzlich beglückt hat. Da war ich kurzfristig auch richtig entspannt. Allerdings kann nicht täglich wer mit Keksen bei mir aufschlagen ;)

Sonntag, 19. Februar 2012

"Talente", die keiner braucht

Ich habe ja die eine oder andere Gabe, die ich lieber nicht hätte. Mein schwieriges Verhältnis zur Schwerkraft, zum Beispiel, oder meine Fettnäpfchen-Affinität. Heute, als ich so vor dem Spiegel stand, wurde mir ein weiteres Talent bewusst, bei dem ich nicht "HIER!" hätte schreien sollen: Ich schaffe es immer wieder, ein Loch in meine Augenbrauen zu zupfen. Egal, wie sorgfältig ich vorgehe, egal, wie sehr ich abwäge, ob das eine Härchen nun noch wegsoll oder nicht - ich fabriziere immer wieder eine kleine Lücke in den Bögen über meinen Augen. Und zwar alternierend, mal links, mal rechts. Da frag ich mich schon, was dieser Mist eigentlich soll... Andererseits ist das vielleicht der Ausgleich für die prinzipiell tollen Augenbrauen, die ich habe. Frei nach dem Motto "Keine Gabe bleibt ungesühnt" ;)

Freitag, 17. Februar 2012

Über die Bestellung von Technik - oder: Ode an Amazon

Ich kaufe Technik mittlerweile meist online, nicht zuletzt, weil man Spezifikationen und Preise da besser vergleichen kann. Außerdem ist es bequem: man muss sich nicht mit anderen Leuten drum streiten, das Stück Technik im Geschäft testen zu können, hat keine Probleme mit Parkplatzsuche und muss sich nicht mit all jenen Dingen herumschlagen, die mit einem "Einkaufserlebnis" so einhergehen können.

Die gewiefte Kundin macht das so:
  1. Amazon ansurfen
  2. gustieren
  3. in den Warenkorb legen
  4. bestellen > in die Firma schicken lassen
  5. mit Kreditkarte zahlen, es sind ja alle Daten hinterlegt
  6. Bestellbestätigung abwarten
  7. Versandbestätigung abwarten
  8. am angekündigten Tag Amazon-Seite noch mal checken
  9. zur Poststelle tappern
  10. Paket entgegennehmen
  11. freuen - oder auch nicht
Im Falle von "oder auch nicht" bzw. anderen Katastrophen mit der Lieferung, geht man folgende Schritte:
  1. Amazon ansurfen
  2. Artikel zur Rücksendung auswählen
  3. Rücksendung begründen (im aufwändigsten Fall ein paar Worte tippen)
  4. Etikett ausdrucken
  5. Lieferung wieder verpacken, Etikett aufkleben
  6. ab zur Post damit
Wenn man dieses Procedere im selben Verrechnungsmonat ausführt wie die Bestellung, dann wird die Kreditkarte nicht mal belastet, weil bis zur Abrechnung die Gutschrift schon wieder da ist.

Zeitaufwand für eine Amazon-Bestellung inkl. Rückabwicklung ab Entscheidungsfindung:
Bestellung: 3 Minuten
Lieferüberprüfung: 1 Minute
zur Poststelle tappern: 5 Minuten
Rücksendeformular ausfüllen: 2 Minuten
Verpacken: 3 Minuten
Weg zur Post (Abweichung von einem ohnehin gemachten Weg) inkl. Anstehen: 5-15 Minuten
Gesamt somit maximal 30 Minuten

Klingt nach einem perfekten System, oder? Warum kaufen Leute eigentlich noch anders ein? Tja, obwohl der Lagerstand von Amazon monströs ist - alles haben die nicht. So kann es also passieren, dass die geneigte Kundin einen anderen Ablauf einschlägt:
  1. Geizhals ansurfen
  2. Artikel heraussuchen
  3. Preise, Lieferzeiten, Versandkosten usw. vergleichen
  4. Adressen der Shops auf Karte festhalten, wenn man sich die horrenden Versandkosten sparen will
  5. Auf der Seite des am wenigsten ungünstig gelegenen Shops bestellen
  6. mühsam alle Daten inkl. Schuhgröße und Lieblingsessen ausfüllen (gefühlt)
  7. ewig auf Bestätigungen warten
  8. Rückfragen stellen
  9. vergeblich auf Antwort auf Rückfragen warten
  10. endlich die Info kriegen, dass das Teil abholbereit ist
  11. früher von der Arbeit weggehen, damit man rechtzeitig zum Shop kommt
  12. bar bezahlen
  13. dann freuen - oder auch nicht
Bei "oder auch nicht" wird's dann richtig kompliziert:
  1. Email an den Shop
  2. vergeblich auf Antwort warten
  3. Anruf beim Shop
  4. widerwillige Auskunft, dass man das Trumm wiederbringen kann
  5. wieder durch die halbe Stadt kurven
  6. 7x erklären, warum das Ding nicht funktioniert. Jeder im Laden muss meine Aussage prüfen
  7. Insistieren, dass man rückabwickeln und nicht tauschen will
  8. Geld nicht wiederbekommen, sondern Kontodaten für Überweisung hergeben müssen
  9. nachhause fahren
  10. ärgern und saure Postings tippen
Zeitaufwand für eine Bestellung über Geizhals inkl. Rückabwicklung ab Entscheidungsfindung:
Bestellung: 10 Minuten
Lieferüberprüfung: 1 Minute
zum Geschäft fahren: 30 Minuten Umweg
(Problem im Internet recherchieren, Support anschreiben, um Rückabwicklung zu vermeiden: 60 Minuten)
Mail schreiben zur Rückabwicklung: 7 Minuten
Gespräch mit Geschäft führen: 3 Minuten
zum Geschäft fahren: 30 Minuten (ok, selber schuld, hatte das Ding in der Früh daheim vergessen)
Rückabwicklung im Geschäft: 30 Minuten
Heimfahrt: 30 Minuten
Warten auf die Rücküberweisung: bis zu 6 Wochen
Gesamt somit über 180 Minuten - plus die Zeit, die für die Zusatzrecherche draufgeht
Des Weiteren: viele leere Kilometer, die ja auch Geld kosten

Dazu kommt die Tatsache, dass die mir ein kaputtes Gerät liefern und ICH ihnen für den Fehler des Herstellers oder des Lieferanten (Gerät wirkte benutzt) einen Kredit in der Höhe von über 180 Euro geben "darf". Witzigerweise von einem Laden, der nur Barzahlung bei Abholung akzeptiert...


Ja, ich habe meine Lektion gelernt. Wenn es nach K. geht, wäre diese, dass ich keine Technik mehr bestellen soll, weil das nichts kann. Das sehe ich nicht so. Ich vermute eher, dass ich mich einfach an die Shops halten sollte, mit denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe. Eventuell wäre es auch hilfreich, sich nicht auf exotische Dinge zu versteifen, sondern einfach Sachen haben zu wollen, die Amazon hergibt.

Und somit kann ich nur mal wieder betonen, wie supertoll Amazon ist und wie viel einfacher sich damit das (meist vollkommen überflüssige) Konsumleben gestaltet.

Filmbetrachtung: J. Edgar

Gestern abend verschlug es mich mal wieder ins Kino. Auf dem Programm stand der neueste Film von Leonardo DiCaprio, die Verfilmung der Lebensgeschichte des FBI-Gründers J. Edgar Hoover.

Ehrlich gesagt wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Ich hatte mich nie mit der Person Hoovers auseinandergesetzt, hatte somit auch keine Vorstellungen. Nachdem ich Leonardo DiCaprio mittlerweile auch ganz ok finde, stand dem Filvergnügen also nichts im Wege.

Mir hat der Film ganz gut gefallen. Spannend fand ich, dass die Erzählweise nicht chronologisch war, sondern sich Rückblenden mit "aktuellem" Geschehen abgewechselt haben. Das fordert zwar mehr Aufmerksamkeit vom Zuseher, schafft aber auch interessante Situationen.

Die Bildsprache fand ich toll, optisch hat mich der Film begeistert. Die Maskenbildner haben fantastische Arbeit geleistet, die Alterung wirkte großteils natürlich. Nicht nur die Gesichter wurden verändert, auch die Hände zeigten Spuren von Alterung. Selbst die Augen, sonst das Alter auch gut verraten können, wurden angepasst. Somit war das eine absolut überzeugende Sache. Die Bilder von Washington DC haben mir gut gefallen und - mal wieder - Reiselust geweckt, obwohl ich da doch nicht mehr hinwollte.

Weniger gut gefallen hat mir die Synchro. Nicht nur schien sie teilweise holprig, es waren auch die Stimmen nicht so gut an die unterschiedlichen Lebensalter angepasst. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, pro Darsteller zwei Sprecher zu nehmen, einen jungen und einen alten. Eventuell sollte ich mir den Film noch einmal in Originalfassung ansehen.

Die Schauspielleistungen von Armie Hammer und Naomi Watts in den wichtigsten Nebenrollen fand ich überzeugend, DiCaprio hat mich ziemlich begeistert. Er wirkt einfach überzeugend. Hier gilt zum Teil der Dank auch den Maskenbildnern, die es geschafft haben, die Mimik der Akteure trotz der kosmetischen Änderungen zu erhalten.

Fazit zum Film: Empfehlenswert. Man braucht etwas Sitzfleisch, aber der kleine Twist am Ende ist es wert.

Persönlicher Kommentar abseits vom Film: Ich nehme mal an, dass die Charakterisierung von Hoover großteils zutreffen ist, und ich vermute, dass ich den Mann nicht besonders gemocht hätte, vor allem wegen seiner Ansichten. Andererseits waren das damals mit Sicherheit andere Zeiten... Mal sehen, was ich über den Guten noch herausfinden kann, er scheint doch recht interessant gewesen zu sein.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Neuer Monat, neues Glück?

Eigentlich war ich der Meinung, für dieses Jahr bereits am 3.1. meine Ladung Pech abbekommen zu haben und somit den Rest des Jahres verschont zu bleiben. Was ich zu dem Tag nicht erzählt hab, war, dass das HTC Sensation, das ich bekommen hatte, defekt war und erst mal zurück an Amazon musste, damit die mir ein neues schicken. Der Rest des Jänners verlief dann relativ störungsfrei.

Im Februar hatte ich schon wieder Pech, weil ich mich mit der Schwerkraft angelegt hatte. Außerdem habe ich es mal wieder mit Technik versucht. Zuerst habe ich mir ein Archos Arnova 8 G2  bei Amazon bestellt. Das Teil ist soweit ok, allerdings ist die Rückwand so schwach dimensioniert, dass man auf dem Bildschirm sieht, wo sich die Finger auf der Rückseite befinden.

Also habe ich beschlossen, das Teil zurückgehen zu lassen und habe mir bei einem anderen Online-Anbieter ein Yarvik-Tablet bestellt. Der wollte dann zu meiner Bestellung noch einen Anruf, woraufhin ich freundlich aber bestimmt gemeint habe, dass mir das zu kompliziert ist und ich auf die Bestellung verzichte. Über Geizhals habe ich einen Anbieter in Wien gefunden, der das Tablet hat. Dort habe ich bestellt und es gestern abgeholt.

Zuhause habe ich es freudestrahlend ausgepackt und eingerichtet. Nach ein paar Minuten wurde auf einmal der Bildschirm strahlend weiß und nix ging mehr. In der Beschreibung gab es auch eine Anleitung für ein Reset, also habe ich das durchgeführt. Nichts passierte. Nach einigen Minuten kam das Ding von selber wieder an, als ob nix gewesen wäre. Ok, ich dachte, damit sei es ausgestanden. Es war kein Reset durchgeführt, alle Einstellungen und Änderungen stimmten noch. Aber kann ja passieren, dass mal was nicht so tut... Tja, und dann passierte es ein paar Minuten später wieder: Bildschirm weiß, keine Reaktion auf egal welche Aktion. Seither ist es auch nicht wieder zum Leben erwacht. Ich habe also ein 180 Euro teures Tablet zuhause liegen, das ich maximal als Tablett oder Briefbeschwerer mit Lichtfunktion nutzen kann...
EDIT: Weil's so amüsant ist, die Antwort vom Support:
"In this case we would recommend to keep trying the product. If the product fails again then we would recommend to contact your dealer as there may be an issue with the device itself. If the dealer finds that there is an problem with the product then your dealer will provide an proper solution for you."
Problem gegoogelt, nicht fündig geworden. Supportforum des Herstellers durchgeschaut, nicht fündig geworden. FAQs gelesen, nicht fündig geworden. Also Mail an den Support - denn an sich gefällt mir das Ding, ich würds nicht ungern behalten. Automatisierte Antwort kam mal auf Niederländisch. Nachdem ich versucht habe, dem Sinn zu entnehmen, entdeckte ich, dass am Ende der Nachricht dasselbe noch mal auf Englisch zu finden ist. Ich hoffe, ich kriege meine Antwort auf Englisch...

Aber ich frag mich schon, wie viel Pech ein Mensch mit technischen Geräten haben kann. Ein kaputtes Handy und ein kaputtes Tablet, und das innerhalb von grad mal eineinhalb Monaten. K. meint, es läge am Bestellen. Das glaub ich nicht. Ich halte mich mehr für den lebenden Beweis von mathematischer Unwahrscheinlichkeit *gg*

Dienstag, 14. Februar 2012

Kraft meiner Gedanken erkläre ich dich hiermit für real

Manchmal möchte ich Dinge mit der Kraft meiner Gedanken erzwingen können. Ok, das klingt etwas hart. Ich hätte gerne, dass Dinge wahr werden, auf die ich mich stark konzentriere. Zum Beispiel das Wetter. Ja, Temperaturen um 0° sind schon ganz nett, aber mir wärs noch nach etwas netter ;) Oder die Lieferung meines neuen Tabletts. Wenn ich ganz fest dran denk, dann könnte es doch schon da sein. Oder wenn ich mich auf einen bestimmten Tag freu, dann könnte der doch schon auf dem Kalender stehen, damit das Ereignis stattfinden kann.

Und so gibt es viele Dinge, die ich mir anders vorstelle, als sie sind. Denen würde ich gerne zur flotten Umsetzung verhelfen. Aber leider, leider, leider funktioniert das Universum nicht so. Ich kann mir was wünschen, aber das Universum spielt trotzdem nach seinen eigenen Regeln. Ist wohl auch gut so, wer weiß, was andere Leute sich wünschen. Eventuell würde das ganze Imaginieren die Welt kollabieren lassen. Oder wenn nur ich Sachen wahr werden lassen könnte, dann würde ich vielleicht andere Menschen um Dinge bringen, die für sie toll sind.

Aber wünschen ist halt doch erlaubt. Vor allem, wenn's keine Konsequenzen hat :)

Valentinstag nervt - so ein bisschen

Heute ist ja Valentinstag. Wer sich bislang erfolgreich davor gedrückt hat, weiß es spätestens jetzt..

Es verhält sich nun mal so, dass ich Single bin. Ein Zustand mit dem ich nicht allzusehr hadere, der mich aber auch nicht umbedingt zu Begeisterungsstürmen bewegt. Aber an Tagen wie diesem fällt es mir halt besonders auf. Nicht, dass ich den Valentinstag in einer Beziehung je besonders gefeiert hätte, aber irgendwie ist es schon anders, wenn man zumindest eine Kleinigkeit macht.

Trotzdem werde ich heute nach der Arbeit Richtung Zuhause flüchten und die Welt ein bisschen aussperren. Ich bin ja keine Masochistin :)

Montag, 13. Februar 2012

Blablabla (in Ermangelung [guter] Ideen ist der Titel gestrichen)

Die Kälte macht alles langsamer. Auch meine Tippfinger und meine kleine Ideenwerkstatt im Oberstübchen. Und so kommt es, dass von mir grad nicht viel zu lesen ist.

Am Samstag war ich wieder besseres Wissen für ein paar Stunden im Büro, neue Arbeitszeiten hin oder her. Es hat sich wenigstens richtig gelohnt... Danach war ich noch bei C. und D., die mir geholfen haben, meine Eckigkeit vom Freitag in sanfte Rundungen zu verwandeln,. Die beiden sind einfach super!

Am Sonntag habe ich es dann ganz ruhig angehen lassen, war "nur" Running Sushi futtenr mit K., N. und S. in der Lugner City. Keine Ahnung, was die da für ein Lüftungssystem haben, aber meine permanent gereizten Augen haben vollkommen aufgegeben und haben nur mehr getränt.

Somit erfolgte der Start in die neue Woche ausnahmsweise ohne Make up, was eventuell auch meiner aufblühenden Gesichtshaut nicht schlecht tut. Die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt *gg*

Irgendwie sind die Dinge immer noch nicht so richtig im Lot, aber ich gehe davon aus, dass sie sich bald wieder einrenken - allein schon, weil ich sonst Wände hochgehe. Da ich keine Klebefüßchen hab, wie sie Geckos zu eigen sind, sollte ich davon absehen - das gibt sonst nur Unfälle. Mein Leben darf gern mal ein Weilchen unfallfreie Zone sein ;)

Freitag, 10. Februar 2012

Unrund!

Wenn ich nur wüsst, was ich hab. Ok, ich weiß, was ich hatte: eine tolle Woche, in der ich sowohl als Mensch als auch fachlich erfolgreich war. Einen Treppensturz, bei dem mir bis auf ein paar blaue Flecken nichts passiert ist. Ein bisschen Kränklich-Sein, aber alles soweit im Rahmen. Es gibt keinen Grund, unausgeglichen zu sein. Aber dennoch bin ich es, und allein das Wissen macht mich noch eckiger, als ich eh schon bin. Ich könnte grad Wände hochgehen, weiß wenig mit mir anzufangen, was Seltenheitswert hat. Himmel, ich hab sogar nachgegeben und bügle endlich. Macht mich aber nicht runder...

Vielleicht ist es das Wetter. Mir geht die Kälte wirklich, wirklich, WIRKLICH auf den Keks. Dazu auch noch Schnee - das hätte ich wirklich nicht gebraucht. Aber mich fragt ja keiner ;)

Ich bin nur froh, dass jetzt Wochenende ist, da geh ich niemandem auf den Wecker außer mir selber. Und vielleicht wird's ja besser, wenn ich nicht raus muss *hoff*

Donnerstag, 9. Februar 2012

Mal wieder: Schwerkraft

Heute habe ich meinen alljährlichen Treppensturz in der Firma hinter mich gebracht. Im Schnitt haut's mich da wirklich etwa einmal im Jahr auf. Heut war besonders unintelligent, ich steh dazu:

Ich wollte zur Poststelle, um mein Amazon-Packerl zu holen. Dazu musste ich auf 7-cm-Hacken an glatten Stiefeln einen Stock nach unten gehen. Weil ich in Gedanken war und NIE im ersten Stock abbiege, bin ich weiter runtergegangen. Auf der Hälfte des Wegs vom ersten Stock ins Erdgeschoss rutschte ich dann auf der frisch gewischten Stiege aus und donnerte ein paar Stufen runter. Relativ arg hat's den linken Knöchel und Oberschenkel erwischt, ebenfalls ein paar blaue Flecke werde ich im Rücken haben, wo ich unsanft auf den Kanten der Stufen aufgekommen bin.

Wie immer hatte ich Glück, es ist mir nicht wirklich was passiert, außer eben da und dort ein paar Schmerzen und Hämatome. Ich hätte mit dem Kopf auf einer Stufe aufschlagen können, die letzte hat mich auf Schulterhöhe getroffen, und zwar recht heftig - aber der Kopf blieb heile. Ich hätte mir was ordentlich verstauchen können oder so, aber es scheint alles soweit ok. Natürlich hat es nicht geholfen, dass ich beim Heimkommen umgeknickt bin, als ich aus dem Auto ausgestiegen bin, aber meine Bänder machen das ja mit, kaputt wie sie sind...

Nicht so wirklich mein geschicktester Tag heute... Aber ich denk mir wie immer "Schwerkraft, du SAU!" und mach weiter. Ähnlich wie die Jungs von Big Bang Theory - bitte auf den Youtube-Link klicken :)

Mittwoch, 8. Februar 2012

Österreichische Werbung

Das Thema Werbung hatte ich schon länger nicht mehr, ich glaub also, ich darf mal wieder.

Jedes Mal, wenn ich höre, wie Austrian Airlines behauptet "We fly for your smile", frage ich mich, warum ich für den Flug noch Geld ausgeben muss, wenn die doch nur fliegen, um mich glücklich zu machen und lächeln zu sehen. Stellen Sie das Fliegen ein, wenn keiner lächelt? Wird in der Luft ein Lächeltraining oder iene Prüfung gemacht? Muss jemand mit Fallschirm aussteigen, wenn er die Mundwinkel nicht hochzieht? Fragen über Fragen, die dieser etwas absurde Claim aufwirft. Und da reden wir noch nicht von Leuten, die nicht gut genug Englisch können, um dem Ding wirklich Sinn zu entlocken...

Auch immer witzig ist die Wiener Städtische, die mit "Ihre Sorgen möchten wir haben" wirbt. Das ist - zumindest wenn man schon etwas hartgesotten ist - auch falsch zu verstehen. Umgangssprachlich sagt man ja schnell mal, wenn man jemanden etwas belächelt oder seine Anliegen klein machen will "Na geh, deine Sorgen möcht ich haben". Ich bin mir sicher*, dass die Versicherung es wirklich nur gut meint und die Sorgen ihrer Kunden haben und deren Schäden begleichen möchte.Aber man kann's auch echt falsch verstehen...


*) man lese zynisch: ich glaub nicht dran

Dienstag, 7. Februar 2012

Versteh einer die Griechen...

Ja, klar, ich verstehe, dass die Leute nicht weiter sparen wollen, dass sie sich nicht einschränken möchten, dass sie ihr Leben weiterhin so leben möchten, wie sie es vor der Krise gewohnt waren. Aber das geht nun mal nicht, denn der griechische Staat hat falsch gewirtschaftet und sich in sehr ernsthafte Probleme gebracht.

Wegen der Zugehörigkeit zum Euro sind nun die Probleme Griechenlands unser aller Probleme. Das ist nun mal in Beziehungen so, ob sie zwischenmenschlich oder zwischenstaatlich sind. Drum waren wir auch gute Staaten/Freunde und haben extrem viel Geld an die Bankrotteure an der Ägäis überwiesen. Wie es so ist, wenn Freunde Geldprobleme haben - mehr Geld hilft selten. So ist es auch am Peleponnes - es schaut so aus, als ob die gar nicht wieder auf die Beine kommen wollen. Hilft Europa den Griechen in den finanziellen Suizid?

Mir ist schon klar, dass wir hier nicht von Taschengeld reden, sondern dass extrem viel an der ganzen Sache dranhängt. Dass sich nun die Bevölkerung gegen die Sparpläne der Regierung auflehnt und somit Europa quasi einen Haufen vor die Tür macht, finde ich etwas seltsam. Ich verstehe wie gesagt schon, dass man sich nicht einschränken möchte. Aber die Volksvertreter, die von einer Mehrheit gewählt wurden, haben es nun mal versemmelt. Ausbaden müssen es nun alle - nicht nur die Griechen, sondern ganz Europa. Im Gegensatz zu den Hellennen konnte aber keiner von uns ein Votum abgeben.

Somit muss ich sagen, dass ich es nicht ok finde, dass die Leute streiken und sich aufführen, um damit effektiv zu verhindern, dass das eigene Land wieder auf Kurs kommt. Denn es geht um mehr als die eigene Befindlichkeit. Sparen ist unausweichlich, man muss es nicht noch schwerer machen...

Luxusprobleme

Manchmal bin ich echt ein verwöhntes Gör. Wenigstens fällt es mir selber noch dann und wann auf...

Heute nacht gegen drei werde ich von lauten Schabgeräuschen geweckt - eine Schneeschaufel, die das weiße, kalte Zeugs zur Seite schiebt. Ich hab mir nur die Decke über den Kopf gezogen und mich geärgert, dass ich nicht durchschlafen konnte - bis mir aufgefallen ist, wie gut es mir eigentlich geht. Ich liege in meinem warmen Bett, ich muss keinen Schnee schaufeln, auch später nicht, ich hab enen Job, bei dem ich im Warmen sitze.

Dann tat ich mir leid, weil meine Nase verstopft war. Ich mag nicht krank werden... Deswegen abe ich mich heute auch mal angezogen - Hose (sonst Rock oder Kleid), Strumpfhose, Socken, warme Stiefel, Fleecejacke, Shirt, Unterhemd, Schal. Irgendwie, ich weiß nicht warum, ist es jetzt etwas wärmer *gg* Nur kränklich fühl ich mich immer noch...

Cecilia hatte sich die letzten Tage ziemlch gequält. Heute war sie wohl so dankbar, dass ich sie von dem ganzen Schnee befeit habe, dass sie widerspruchslos beim ersten Mal ansprang. Dafür musste sie sich dann durch zwei Schneehaufen pflügen - einen vor ihr, einen hinter ihr. DANKE, "liebe" Nachbarn, dass ihr genau mein Auto zuschaufeln musstet. Aber wenigstens ist es Pulverschnee...

Dass die Leute vergessen, wie man Auto fährt, ist bei solchen Temperaturen verständlich. Nur: Dann sollten sie halt auch daheim bleiben oder öffentlich fahren, anstatt das nicht vorhandene Wissen zu demonstrieren *seufz*

Ach ja, und dann ist da noch amazon. Die reiben mir bei jedem Aufruf der Seite unter die Nase, dass ja am 14.2. Valentinstag ist. MIST, das hatte ich schon so schön verdrängt!

Fazit: Alles im grünen Bereich, aber die verwöhnte Tussi in mir findet trotzdem Grund zum Jammern ;)

Sonntag, 5. Februar 2012

Ich hab doch echt einen an der Waffel....

Da wollte ich weg vom Schichtdienst und hab's mit dem internen Wechsel auch geschafft. Und was tu ich Eumel in der ersten Krisensituation? Ja, genau, ich gehe in meiner alten Abteilung arbeiten. An einem Sonntag. 12 Stunden lang. Hat sich auch echt gelohnt, so viel habe ich lange schon nicht mehr weggeschafft. Aber ich frag mich schon, wofür ich eigentlich den neuen Job wollte, wenn ich's dann doch nicht lassen kann....

Samstag, 4. Februar 2012

Gebucht - gebongt!

Es sind zwar noch etwas mehr als zwei Monate hin, aber bald ist Ostern. Ostern bietet sich für ein langes Wochenende an, weshalb ich drei Tage Urlaub eingereicht habe, mit dem Plan, einen Flug ins Rheinland zu buchen. Langsam werde ich faul und alt - früher wäre ich sowas einfach mit dem Auto gefahren. Kein Wunder, dass ich die früheren 30000 km/Jahr nicht mehr erreiche ;)

Wegen Abwesenheit meines Chefs hat sich die Genehmigung des Urlaubsantrags verzögert. Bzw. eigentlich ist der Urlaub immer noch nicht offiziell genehmigt, aber ich hab mir mal ein OK für die Flugbuchung von seiner Vertretung geholt. Irgendwie haben mir die Flüge aber alle nicht so wirklich gepasst. Entweder gingen sie zu blöden Zeiten oder ich habe mit dem Tarifmodell der Fluggesellschaft gehadert. Immer wieder habe ich das Ganze auf die lange Bank geschoben und heute endlich gebucht. Eigentlich fliege ich ja im liebsten Austrian/Lufthansa (=Staralliance), aber die hatten nichts für mich. So wurde es Germanwings - was ich eigentlich vermeiden wollte, wie die Ryanair-artig für jeden Luftzug Zusatzgebühren einheben.

Also habe ich den Basic-Tarif gebucht - nur Handgepäck, kein Snack, keine Sitzplatzreservierung. Kam dann auf schlanke 80 Euro. Plus 8 Euro für die Zahlung mit der Kreditkarte. Leute - das sind 10%! Ich würds ja verstehen, wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, seinen Obulus zu leisten, die kostenfrei wäre, aber nein, das kann jemand ohne deutsches Bankkonto auch nicht tun. Irgendwie fühle ich mich erpresst...

Anderereits: Trotz der neuen Luftfahrtsteuern in Deutschland und Österreich immer nur 40 Euro für eine Strecke zu bezahlen, kann keiner Art von Kostenwahrheit entsprechen. Eigentlich ist es sogar ziemlich pervers. Somit ist Fliegen wesentlich günstiger als die Fahrt mit dem eigenen Auto und nimmt inklusive Anfahrt zum sowie Abtrapo vom Flughafen nur etwa die Hälfte der Zeit in Anspruch. Keine Ahnung, wie es meinem CO2-Fußabdruck geht, aber da habe ich eh schon Schuhgröße "monströs" durch meine ganzen Nordamerika-Touren ;)

Donnerstag, 2. Februar 2012

Winter ist bescheuert!

Gestern noch leicht fragend, heute mit Sicherheit: Die kalte Jahreszeit ist bescheuert! Als ich das Haus verließ, zeigte das Thermometer bitterkalte -14° an und ich hatte den Eindruck, instantan zur Eissäule erstarren zu müssen. Ich bin vielleicht wirklich etwas empfindlich, aber MIR IST KALT! Wobei ich dem Winter ein bisschen zugute halten muss, dass er wenigstens trocken kalt ist. Wenn es feucht und/oder windig auch noch wär, dann wär wohl alles verloren...

Mittwoch, 1. Februar 2012

Gut gemeint vs. gut gemacht

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Arbeit mit nachhause zu nehmen. Prinzipiell ist der Plan, dass ich alles, was den Job betrifft, quasi abgebe, wenn ich mich an der Stechuhr auslogge. Praktisch lässt sich das nicht 100%ig durchführen, weil mein Kopf halt nicht so funktioniert, dass ich ganze Gedankenkomplexe abschalten kann, während ich nicht im Dienst bin. Fachlich hat es recht gut geklappt, dass ich nichts mitnehme, bei persönlichen Dingen war es schwieriger - die haben mich zum Teil bis heim verfolgt und ein paar haben sogar das Wochenende mit mir verbracht.

Heute nun habe ich auch mit der fachlichen Regel gebrochen, wenn auch nicht absichtlich. Ich war über die Hälfte meiner Arbeitzeit bei einer Art Arbeitsgruppe, wo wir zu dritt versucht haben, etwas auf die Beine zu stellen. Es hat sich als nicht ganz einfach erwiesen und wir haben ohne wirklichen Erfolg abgeschlossen. Das Konzept meiner Kollegen ist in meinen Augen nicht alltagstauglich, all meine Lenkungsbemühungen wurden aber abgeschmettert. Auch sie am eigenen Leib erfahren zu lassen, was deren Vorschlag im Vergleich zu meinen an Mehraufwand bedeutet, hat keine Meinungsänderung hervorgerufen. Nachdem ich zur Zeit "hart in der Sache, weich zur Person" zu üben versuche, dürfte ich etwas zu sanft gewesen sein, denn ich bin meine Änderungen zum vorliegenden Konzept einfach auf taube Ohren gestoßen.

So kam es dann, dass ich nicht nur meinen Frust, sondern auch die Unterlagen mitgenommen habe. Zumindest letzere hätten eigentlich im Büro bleiben sollen, aber das habe ich irgendwie verschwitzt. Also liegen sie jetzt neben mir und ich erstelle grad ein neues Konzept mit weniger Redundanzen und einfacherer Zugänglichkeit. Zwar fühle ich mich schlecht, weil es den Eindruck macht, als ob ich die Kollegen hintergehe, aber nachdem ich im Endeffekt die Verantwortung haben werde, sollte ich auch schauen, dass was ordentliches bei der Sache rauskommt.

In Bezug auf meinen Vorsatz bin ich mir nun nicht so ganz sicher, ob ich stolz auf mich sein soll, dass ich einen ganzen Kalendermonat durchgehalten habe, oder ob ich mich mehr ärgern soll, dass ich schon zu Beginn von Monat 2 alle Umsicht fahren lasse und daheim ohne Bezahlung was für meinen Job tue... Bei meiner Einstellung ist aber wohl eher Triumphgefühl angesagt *gg*

Winter - bist du bescheuert?!

Lieber Winter,

dir ist mit Sicherheit klar, dass du nicht meine Lieblingsjahreszeit bist. Es wird bei dir spät hell und früh dunkel, du hast ein gestörtes Verhältnis zu meiner Wohlfühltemperatur und der Niederschlag, mit dem du uns bedenkst, ist auch nicht ohne. Das Frieren freut mich nicht, der Frost auf den Autoscheiben ist auch nicht super. Aber ich lebe mit dir, du bist ja nur ein Viertel des Jahres zu Gast.

Was du jetzt aber veranstaltest, strapaziert meine (unfreiwillige) Gastfreundschaft erheblich. Ganz ehrlich - was fällt dir ein, wenn du das Thermometer auf -11° fallen lässt? Meinst nicht, dass das bisschen sehr kalt für diese geografische Region ist? Kannst nicht ein bisschen nach oben regulieren, so 15° wären nett. Meinetwegen kannst du dann auch wieder vom Himmel fallen lassen, was dir gefällt, mit Regen kann ich leben.

Als eine deiner vielen Gastgeberinnen möchte ich somit den Appell an dich richten, uns deine Gegenwart nicht so schwer zu machen. Wenn du dich nur ein bisschen anpasst, dann wird es für uns alle leichter.

Mit den wärmsten Grüßen (die ich unter diesen kalten Umständen z'ammbring),
_mathilda_