Heute war ja der erste Tag in meinem neuen Job. Voller Elan (ok, ersetzen wir durch "voller Koffein") bin ich um 7 angetanzt, in dem Glauben, es ginge gleich los. Das erste, was ich höre, ist, dass mein Kollege, der mit mir anfängt, heute nicht da ist. Ok, damit können wir natürlich keine weiten Sprünge machen, denn die meisten Dinge, grad am Anfang, sind für uns beide interessant. Der Tag verging zwar durchaus wie im Flug mit Dingen wie "Personalverrechnung besuchen" und "IT-Department Druck machen", aber irgendwie ging nicht wirklich was weiter. Ja, ich habe die technischen Berechtigungen, aber nein, ich habe immer noch keine Ahnung von Dienstvertrag, Stundenabrechnung und ähnlichem. Nun denn, mein Chef ist ja in einer Woche wieder da *gg* Damit ich mal ein bisschen vorbereitet bin, habe ich gleich die Anleitungen durchgearbeitet, die rumliegen, und dabei auch schon erste Korrekturen vorgenommen: "G'hört jetzt alles dir, mach nur". Außerdem habe ich noch rasch meine Prämienpunkte verdient, indem ich die alljährliche Wissensüberprüfung gemacht habe - diese Prämie berechnet sich ja noch vom bisherigen Job.
Zu Mittag bin ich auf den hohen Hacken zum Asiaten gestöckelt mit meinen Kollegen - schwerer Fehler... Den Rest des Tages taten meine Füße weh. Ich habe ihn dann sitzend und plaudernd bei einem Kollegen von der Anrufannahme verbracht, der mir zeigen sollte, wie das da läuft. Zum Glück weiß ich das schon, denn grad das, was ich hätte beobachten sollen, ist nicht passiert. Hat was von Heisenbergscher Unschärferelation...
Als ich bei meinen Kollegen noch mal vorbei bin, musste ich natürlich die Frage beantworten, was ich getan habe und wie mein erster Tag ist. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass es mir schwer fällt, nicht produktiv zu sein, dass ich irgendwie den ganzen Tag nichts vorwärts gebracht hätte. Ein Kollege wandte ein, dass ich doch nicht erwarten könne, am ersten Tag schon was zu bewirken. Er hat recht. Es ist trotzdem seltsam, vor allem, weil ich weiß, dass heute für meine Kollegen ein sehr stressiger Tag war... Und dabei habe ich für kleine organisatorische Dinge, die ich nebenbei erledigt habe, schon höchstes Lob geerntet. Ich bin wohl mal wieder zu hart zu mir selber.
Heute Nachmittag sind H und M in Wien eingetroffen. Mit H bin ich schon länger befreundet, und obwohl wir eher losen Kontakt hatten, steht er hoch in meiner Meinung. M ist seine Freundin, die habe ich heute erst kennengelernt. Wir hatten einen netten Abend mit Nudeln, Kaffee und Kino - "In Time", Review wird folgen. Vor einer halben Stunde bin ich heimgekommen, aber ich bin irgendwie zu aufgedreht, um zu schlafen, was vor allem deshalb seltsam ist, weil die letzte Nacht auch kurz war. Aber das wird sich schon regulieren, und ich trete jetzt doch den Matratzenhorchdienst an. Gute Nacht, Welt :)
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Vor einer Stunde

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