... den Stress. Ok, ich sehe ein Ende, aber noch hab ich welchen. Fangen wir mal am Anfang an:
Heute war Tag 7 am Stück, in dem ich im Büro war. Allerdings stand nicht Arbeit am Programm, sondern das Feedbackgespräch zu meiner Bewerbung. Als ich um 5 vor 9 eintraf, stieg ich mit einem der Beisitzer in den Lift, der mir verriet, dass es noch etwas dauern könne. Also bin ich noch mal meine Kollegen beunruhigen gegangen, bis dann doch das OK kam.
Die beiden Beisitzer und mein Chef (der auch weiterhin mein Chef ist in der neuen Position) haben dann am Gespräch teilgenommen. Ich bekam jede Menge tolles Feedback vom Herrn aus der Personalabteilung. Feedback, das auch meine Selbstsicht bestätigt hat. Ebenso kamen ein paar Optimierungspunkte auf den Tisch. Allerdings sind das auch Dinge, die ich weiß und an denen ich arbeite, die ich im Zuge der Präsentation über mich sogar genannt habe. Nachdem mich mir mal längere Zeit überwiegend nette Dinge über mich sagen habe lassen, hat mein Chef das Wort ergriffen und sich in einer längeren Einleitung darüber ergangen, wie wichtig der Job ist und was an der Position alles hängt, bis er endlich die erlösenden Worte sprach "Wir haben uns für dich entschieden".
Danach haben wir noch ein paar organisatorische Dinge besprochen, bevor wir uns alle zivilisiert die Hände schüttelten, ich mich bedankte, die Herren mir gratulierten. Ich wollte meinem Chef noch die Möglichkeit geben, die Info an die Belegschaft zu schicken, aber er meinte, ich dürfe meine Freude selber teilen gehen.
Es haben sich dann auch alle riesig mit mir gefreut, teilweise waren meine Kollegen und Teamleiter nervöser als ich. Mein eigener Teamleiter, zu dem ich üblicherweise ein Verhältnis ohne Körperbeteiligung führe, hat mich zu meiner Überraschung sogar umarmt. Er war wirklich erleichtert, dass das Warten ein Ende hat *gg* Auch jene Kollegen, die selber ihr Glück versucht hatten, aber nicht genommen wurden, haben sich ausnahmslos mitgefreut. Da ich dann noch länger im Büro rumhing, durfte ich auch gleich zur ersten Quasi-Besprechung. Ging ja immerhin um Dienstplan und Diensthandy ;)
Am frühen Nachmittag habe ich mich dann doch mal losgeeist und habe noch einen Supermarkt heimgesucht, damit über die Feiertage was zu essen im Haus ist (erkenne ich da ein Muster? *gg*). Zuhause habe ich mich dann ans Einpacken von Geschenken gemacht, weil einige ja nach Deutschland sollten. Irgendwie wurde es immer späterererer und auf einmal war es kurz vor 6. Also ins Auto, auf die Post geprescht, nur um dort zu hören, dass das Paket heute nicht mehr rausgeht. Mist, Mist, MIST! Nun ja, ich geh davon aus, dass sich Leute auch 2012 noch über Geschenke freuen...
Jetzt stehen noch jene Geschenke an, die morgen und in den nächsten Tagen unter die Leute kommen, dann werde ich ins Bettchen plumpsen, um etwas Schlaf zu erwischen, bevor ich morgen um 6 wieder im Büro bin. Tage 8 bis 11 stehen am Programm, dann habe ich immerhin einen Tag frei. Mal sehen, ob ich dann schon einen Bagger für das Chaos in meiner Wohnung brauche ;) Immerhin, so bin ich draufgekommen, habe ich dieses Jahr noch zwei freie Tage. Ich sehe meine Wäsche bis Februar liegen...
Mal sehen, wie es jetzt die nächsten Tage wird mit Arbeit und so. Etwas Durchschnaufzeit könnte ich brauchen. Obwohl, wenn ich mir ansehe, was heute beim Feedbackgespräch geschah, wäre ich vielleicht für meine Umwelt in etwas gedämpfter Form leichter tragbar:
Personaler: "Sie haben so viel Energie und Schwung, so viel Tatkraft und transportieren so viel Information in kürzester Zeit."
Ich: "Und dabei war ich bei dem Gespräch noch jetlag-impaired."
Personaler: "Dann möchte ich Sie mal in Hochform erleben.
Mein Chef: "Willst du das WIRKLICH?"